Ratgeber · Schlösser und Einbruchschutz

Einbruchschutz-Checkliste für Wohnung und Haus

Kurz gesagt

Einbrecher geben meist auf, wenn sie nicht schnell hineinkommen. Deshalb zählen zuerst die mechanischen Grundlagen: ein Zylinder mit Bohr- und Ziehschutz, ein Schutzbeschlag, ein im Mauerwerk verankertes Schließblech, abschließbare Fenstergriffe im Erdgeschoss und die Gewohnheit, wirklich abzuschließen.

Haustür von außen

Prüfpunkte

Haustür von außenHaustür von außen mit fünf Prüfpunkten: Zylinderüberstand, Verschraubung des Beschlags, Schließblech, Bänderseite und Glas in Griffnähe. Ansicht von außen. Gestrichelt ist, was von außen nicht zu sehen ist: Bänder, Schließblech und seine Schrauben.

Ansicht von außen. Gestrichelt ist, was von außen nicht zu sehen ist: Bänder, Schließblech und seine Schrauben.

  1. Zylinder: höchstens 3 mm Überstand
  2. Beschlag: außen keine Schrauben
  3. Schließblech: mit langen Schrauben im Mauerwerk
  4. Bänderseite: Hinterhaken oder Bandseitensicherung
  5. Glas in Griffnähe: immer abschließen

Haus- und Wohnungstür

  • Profilzylinder mit Bohr- und Ziehschutz, der außen höchstens 3 mm übersteht
  • Schutzbeschlag, von innen verschraubt, mit Abdeckung des Zylinders
  • Schließblech mit langen Schrauben im Mauerwerk verankert, nicht nur in der Zarge
  • Bei Wohnungstüren zusätzlich ein Querriegelschloss oder ein Zusatzschloss mit Sperrbügel
  • Die Bänderseite gegen Aushebeln sichern, etwa mit Hinterhaken

Fenster und Terrassentüren

  • Abschließbare Fenstergriffe
  • Pilzkopfzapfen statt Rollzapfen im Beschlag, wo nachrüstbar
  • Zusatzsicherungen an leicht erreichbaren Fenstern und an der Terrassentür
  • Kellerfenster und Lichtschächte mit Gitterrostsicherung

Normen als Orientierung

Einbruchhemmende Türen und Fenster werden nach DIN EN 1627 in Widerstandsklassen eingeteilt; für Wohnungen empfiehlt die Polizei mindestens RC 2. Schließzylinder werden nach DIN EN 1303 klassifiziert, Schutzbeschläge nach DIN 18257. Die Angaben finden sich auf Prüfzeugnissen oder Sicherungskarten.

Gewohnheiten

  • Immer abschließen, auch beim kurzen Weggehen
  • Fenster nicht gekippt lassen: Ein gekipptes Fenster gilt als offenes Fenster
  • Keine Schlüsselverstecke draußen
  • Bei längerer Abwesenheit den Briefkasten leeren lassen und Licht über eine Zeitschaltuhr steuern

Wo anfangen?

Bei den Zugängen, die von außen schlecht einsehbar sind: Terrassentür, Nebeneingang, Kellertür. Eine Beratung vor Ort hilft, die Maßnahmen nach Wirkung zu ordnen, statt alles auf einmal zu tauschen. Auch die polizeilichen Beratungsstellen beraten kostenlos.

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